От имени и по поручению

«Монологи вагины» Ив Энцлер прозвучали наконец на русском языке Актрисы в этом вызывающем спектакле говорят от имени вагины.

«Драматика» любви

Представители «Sib-Altera» говорят, что тщательно проработанной PR-кампании не понадобилось — название продало само себя. Столько людей, жаждущих стать зрителями запретных «Монологов…», которые впервые были вывезены за пределы Москвы, Камерный зал филармонии не видел уже давно.

Женский взгляд

Российская постановка пьесы "Монологи вагины" перешла из разряда культурологического эксперимента в регулярное театральное событие. Теперь спектакль идет ежемесячными блоками на различных московских площадках.


Reden uber das letzte Tabu

Издание: MOSKAUER DEUTSCHE ZEITUNG, Nr. 24/25 (173/174) DEZEMBER 2005

Автор: Ivo Pertijs

Die Vagina-Monologe von Eve Esler werden im Meyerhold-Zentrum aufgefuhrt

Das legendare amerikanische Theaterstuck „The Vagina Monologues“ (Vagina-Monologe) von Eve Esler gibt es jetzt auch auf Russisch und wird derzeit in Moskau aufgefuhrt. Es ist ein mutiges Stuck, ungewohnlich fur das russische Theater, und nicht alle Besucher schatzen die Monologe uber das weibliche Genital. Dreimal kommen die „Vagina Monologues“ in diesem Monat im Meyerhold- Zentrum auf die Buhne.

Die Halle des Meyerhold-Zentrums ist komplett ausverkauft, das Publikum zum Gro?teil weiblich. Auf der Buhne stehen drei rote Stuhle, auf denen drei Schauspielerinnen Platz genommen haben: Vera Woronkowa, Anna Galinowa und Katja Konisewitsch. Fast zwei Stunden sitzen sie so auf ihren roten Stuhlen und reden uber ihre Vagina, berichten uber komische und schlechte sexuelle Erfahrungen. Wie der Titel schon verrat, handelt es sich dabei hauptsachlich um Monologe: eine Frau erzahlt eine Geschichte, oft in der Ich-Erzahler-Perspektive. Es gibt so gut wie keine Handlung, alles dreht sich um das Wort, was es schwierig, ja fast unmoglich fur einen Kritiker macht, zu beurteilen, was auf der Buhne passiert. Besonders Woronkowa beeindruckt das Publikum mit ihrer kraftigen Stimme. Viele Besucher fuhlen sich ein wenig unwohl, zeigen sich uber die Art der Darstellung uberrascht. „In diesem Stuck gibt es keine Metaphern, alles dreht sich um die Gesprache der Frauen. Das ist einmalig fur russische Normen“, sagt der finnische Regisseur des Stucks Joel Lechtonen, der nun seit zehn Jahren in Russland lebt und arbeitet.

Stuckschreiber Eve Esler stellte die Texte auf die Grundlage von Gesprachen mit zahlreichen Frauen unterschiedlichster Nationalitaten, Alter und sozialer sowie beruflicher Hintergrunde. Die Erfahrungen von Afroamerikanerinnen, Spanierinnen, Asiatinnen, Inderinnen und Judinnen sowie von Schauspielerinnen, Professorinnen und Prostituierten flie?en gleicherma?en in die Monologe ein. Eine erzahlt von einer vergewaltigten Bosnierin, wieder eine andere von einem Seminar, bei dem Frauen ihre Vagina anschauen, eine weitere uber die ersten lesbischen Erfahrungen. Die Vagina-Monologe wurden in 35 Sprachen ubersetzt. Die Texte wurden von der ursprunglichen amerikanischen Version direkt ins Russische transferiert, damit bleiben alle geografischen Namen und die typischen, amerikanischen Szenerien erhalten. Einige Szenen sind sehr au?ergewohnlich fur Russland und klingen fremd, wenn sie von russischen Schauspielerinnen vorgetragen werden: In einer Szene zum Beispiel fiebern Ehemann, Mutter und Schwiegermutter alle zusammen bei der Geburt eines Kindes mit. Im Westen nichts Besonderes, aber ungewohnlich fur Russland.

Das provokante Stuck wurde 1998 in Verbindung mit einer Kampagne gegen Gewalt gegen Frauen in New York uraufgefuhrt. Es sei ursprunglich sehr schwer gewesen, die Rechte zu bekommen, und danach hatte es lange Zeit gebraucht, die Schauspielerinnen und ein gutes Theater zu finden, sagt Lechtonen.

In Russland ist es absolutes Tabu, so offen uber die Vagina und verwandte Themen zu sprechen. Derartige Gesprache beschranken sich auf den medizinischen Bereich, aus dem sozialen Umfeld werden sie ausgeklammert. Vera Woronkowa, die bekannteste Darstellerin der drei und beruhmt durch den Film „Zeit des Tanzers“ (1997), sagt von sich, dass sie Gefallen an riskanten Projekten findet. Schockiert war sie von den Texten nicht, sie kannte das Stuck schon vorher. Galinowa und Konisewitsch sind offensichtlich reservierter. Am Anfang des Stucks werden zahlreiche Varianten des Wortes Vagina genannt, teilweise sehr komische, die es im Russischen nicht gibt. „Oft fangen viele Menschen zu lachen an und manche wollen auch noch etwas beisteuern“, so Woronkowa. Einem Teil der Zuschauer ist der Tenor des Stucks zu direkt, und sie zeigen ihre Unzufriedenheit auf verschiedenste Art und Weise. Wahrend einer Auffuhrung hatte sich eine altere Dame standig beschwert, sei aber trotzdem sitzen geblieben und hatte am Schluss laut geklatscht,erzahlt Katja Konisewitsch. Besonders Madchen, die ohne mannliche Begleitung ins Theater kommen, zeigten sich begeistert, fugt sie hinzu. „Falls sie mit ihrem Freund kommen, tun sie so, als hatte das Stuck nichts mit ihnen zu tun.“

Kartenvorverkauf: 585 71 43


 

Премьера в театре Эрмитаж. Спектакль «Паника. Мужчины на грани нервного срыва»

Билеты в театры Москвы, заказ билетов на концерты, продажа билетов на концерты - PARTER.RU

Cosmo.Ru

Билеты - Билеты в театр.

LIVEBOOK - Живые книги для живых людей

KASSIR.RU - национальный билетный оператор.

LOVE-RADIO





КОНЦЕРТ.РУ

 «Lehtonen Production», © 2005—2008
Cоздание и поддержка сайта, «LEONRAY»